Schriftsonar #21 – Nancy Kress, Susanna Clarke, China Miéville, Wolfgang Jeschke

Susanna Clarke - Jonathan Strange & Mr. Norrell(Erstsendung im Radio am 28.1.2006)
Erstkontakt in geteilter Realität: In ihrem Roman Sternspringer variiert Nancy Kress das Motiv der Annäherung an eine außerirdische Rasse. Eine geradlinige Geschichte ohne überflüssigen Schnickschnack. Gute SF kann so einfach sein. [00:00]

»England wurde mir gegeben, auf dass es immer mir gehöre…« – Susanna Clarke macht sich auf, die englische Fantasy zu erfinden. Jonathan Strange & Mr. Norrell gilt als einer der besten und originellsten Fantasy-Roman der letzten Jahrzehnte. Ein Opus aus Magie, Gesellschaftsroman und feinem Humor. [11:55]

How The West Was Won: China Miéville kommt im Wilden Westen an. Der Eiserne Rat – Eisenbahnbau und Revolutionäre. Wir springen auf den Zug und fragen uns: Betreibt Miéville selbstverliebte Wortkunst oder hat er uns was zu sagen? [22:15]

Wir pumpen den Arabern ihr Öl weg: In dem Zeitreiseroman und SF-Klassiker Der letzte Tag der Schöpfung präsentiert Wolfgang Jeschke überraschende Lösungsansätze zur Energiekrise. Hier erfahren wir auch, was der Urmensch so erzählt: »Good luck!« [32:00]

[audio:http://www.schriftsonar.de/audio/schriftsonar21.mp3]

Download: Schriftsonar 21

Datastream
Nancy Kress, Sternspringer (Festa 2005 – 378 Seiten) Übersetzung: Christine Strüh, Originaltitel: Probability Moon (2000)

Susanna Clarke, Jonathan Strange & Mr. Norrell (Bvt Berliner Taschenbuch Verlag
2005 – 1020 Seiten) Übersetzung: Annette Grube, Rebekka Göpfert, Originaltitel: Jonathan Strange & Mr. Norrell (2004)

China Miéville, Der Eiserne Rat Lübbe (2005) – 683 Seiten, Übersetzung: Eva Bauche-Eppers, Originaltitel: Iron Council (2004)

Wolfgang Jeschke, Der letzte Tag der Schöpfung Heyne (2005) – 316 Seiten

1 Meinung dazu

Felix, 6. Juni 2011, 17:19 Uhr

Hm, joa, man scheint ja richtiggehend genervt von China Miéville und seiner kreativen Welt. Schon drei Romane, und jedesmal ein anderes Setting und andere Prämisse, boah nee, so viel Eintönigkeit gab es noch nie in der ganzen Fantastik-Geschichte. Ich verstehe auch nicht die sprachliche Marotte exotische Namen so platt und „urdeutsch“ wie möglich auszusprechen, statt wenigstens ein bisschen den eigenen Rhythmus einfangen zu wollen, in diesem Fall „Crobuzon“. Zuguterletzt kann man China Miéville wohl ruhigen Gewissens in einem Atemzug mit Gene Wolfe und Michael Moorcock nennen, zumal er auch eigenes in die Literaturwelt einbringt, und mit solchen Gruppierungen nimmt man auch zunächst keine endgültige qualitative Wertung durch.

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