Schriftsonar – Der SciFi Podcast

Harkaway - Gelöschte WeltVerwirrte Welten: Viele Personen in vielen Universen machen viele Dinge. Iain Banks beschreibt in Welten Intrigen, Sex und Gewalt in zahlreichen Spielarten. Nur eine seichte Plauderei im Multiversum? Wir haben Urlaubstipps für Iain Banks und vermissen die alten Tage der Kultur. [00:00]

Langsame Zeit: Der Roman Anathem von Neal Stephenson nimmt uns mit in eine filigrane Weltenschöpfung im klösterlichen Takt einer Jahrtausenduhr. Ein Buch für geduldige Leser und Literaturseminare, aber auch ein Buch für uns? Wir reden über die Last des Intellekts. [15:40]

Von Nichts und Zeug: Die gelöschte Welt von Nick Harkaway ist ein furioser Debut-Roman. Einfallsreich, satirisch, voll augenzwinkernder Weisheit. Zugleich Coming-Of-Age und bittere Abrechnung mit dem Zeitgeist. Ein lesenwertes Buch, das zeigt, wie die Welt funktioniert. [27:25]

Der Ursprung aller Dinge: Die Prinzen von Amber von Roger Zelazny ist ein Fantasy-Klassiker mit weitreichenden Nachwirkungen und ein Vorbild aller Parallelwelt-Phantasien. Intrige, Trash und High Fantasy ganz ohne Quantenschaum, schnell geschrieben und spannend bis zum Schluss. [38:05]

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download: Schriftsonar 40

Link zur Sendung
Neu: Das Schriftsonar T-Shirt

Datastream
Iain Banks, Welten (Heyne 2010 – 559 Seiten), Übersetzung: Friedrich Mader, Originaltitel: Transition (2009)

Neal Stephenson, Anathem (Manhattan 2010 – 1023 Seiten), Übersetzung: Juliane Gräbener-Müller, Nikolaus Stingl, Originaltitel: Anathem (2008)

Nick Harkaway, Die gelöschte Welt (Pieper 2010 – 728 Seiten), Übersetzung: Jürgen Langowski, Originaltitel: The Gone Away World (2008)

Roger Zelazny, Die Prinzen von Amber (Area 2005 – 814 Seiten), Übersetzung: Thomas Schlück, Originaltitel: The Chronicles Of Amber (Gollancz Fantasy Masterwork 2001) = Nine Princes in Amber (1970), The Guns of Avalon (1972), Sign of the Unicorn (1975), The Hand of Oberon (1976), The Courts of Chaos (1978)

Die Musik zur Sendung
V.A. – Hermetic Principles #6 – [Zimmer066]


Die Genrebezeichnung Science Fiction hat ausgedient. Es macht keinen Sinn mehr, von einer Mainstream-Literatur zu reden, der eine Anzahl verschiedener Genres gegenübersteht. Dies ist eine der wesentlichen Aussagen von Neal Stephensons Vortrag »Science Fiction as a Literary Genre«.

Wenn Neal Stephenson von SF spricht, dann meint er Speculative Fiction und unter diesem Begriff fasst er alles zusammen, was der mundanen Literatur gegenüber steht. »Weltlich« oder »alltäglich« gegenüber spekulativ.

Ausgehend von dieser – wie ich finde – sehr treffenden und zeitgemäßen Unterteilung skizziert Stephenson das Phänomen einer zweigeteilten Kultur, bei der die Spekulative Fiktion zurzeit bei weitem die Bedeutendere ist. Ein sehr anregender und phasenweise auch äußerst amüsanter Vortrag:

Interessant ist dieser Vortrag für mich auch deshalb, da ich mit meiner Aussage, dass Science Fiction als eigenständiges Genre an seinem Ende angelangt ist, in den Ausführungen von Neal Stephenson Bestätigung und Erläuterung finde.

Link: Neal Stephenson: Science Fiction as a Literary Genre / Gresham College

Copyright © 2014 by: Schriftsonar – Der SciFi Podcast • Design based on a Theme by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Lizenz (Wordpress Theme): Creative Commons BY-NC-SA.