Ein Buch für Jungs: Genoptimierte Menschen produzieren Werbetrailer für Bose-Einstein-Kondensate mit raffinierten Quanteneffekten. Nichts Neues also in der Lichtspur von Chris Moriarty? Doch hinter der Kulisse aus Technobabble finden wir Kinderarbeit, Arbeitskämpfe und Religionsstifter. [00:00]
Die Albträume des Historikers: Dan Simmons mischt in seinem Buch Terror einen historischen Roman mit Horrorelementen und füllt die leeren Seiten der Geschichtsschreibung mit Blut und Kälte. Wir bleiben enttäuscht im Eis stecken und fragen uns, ob weniger nicht mehr gewesen wäre. [11:00]
In meiner Suppe ist ein Mädel: Im Roman Necroville beschreibt Ian McDonald eine Gesellschaft, in der die Verstorbenen als billige Hausdiener unter uns wandeln. Wir reden über Schattenwirtschaft, freuen uns an Literatur aus der Stadt der Toten und lernen, dass Tote keine lebenden Menschen sind. [23:10]
In den Wirren des Krieges: Eine der besten Space Operas, die je geschrieben wurde, stammt aus dem Jahre 1981. In Pells Stern schildert C. J. Cherryh menschliche Schicksale und Niederlagen in den Geschehnissen eines Kolonialkrieges. Der erste Teil unserer neuen Reihe: Rettet die Backlist! [35:00]
passend zur Sendung:
Wir haben in der Sendung gar nicht erzählt, wo und was der DortCon eigentlich ist. Es soll ja Menschen geben, die das nicht wissen (so knapp sechs Milliarden). Hintergrund, Ort, Zeit und alles weitere gibt es auf den Infoseiten zum DortCon.
Datastream
Chris Moriartry, Lichtspur (Heyne 2008 - 701 Seiten), Übersetzung: Michael Iwoleit, Originaltitel: Spin State (2003)
Dan Simmons, Terror (Heyne 2007 - 989 Seiten), Übersetzung: Friedrich Mader, Originaltitel: The Terror (2007)
Ian McDonald, Necroville (Heyne 2008 - 494 Seiten), Übersetzung: Horst Pukallus, Originaltitel: Necroville (1994)
C.J. Cherryh, Pells Stern (Heyne 1984 - 570 Seiten), Übersetzung: Thomas Schichtel, Originaltitel: Downbelow Station (1981)
Musik zur Sendung:
Human Terminal - Press any Key - [rec72-011] - www.rec72.net
Kampf der Kulturen: Können die Unterschiede zwischen zwei Völkern so groß sein, dass eine friedliche Kooperation unmöglich ist? In seinem Romandebüt »Sternennebel« beschreibt Adam Roberts den Überlebenskampf zweier Siedlerkolonien, die sich kaum fremder sein könnten. Eine Geschichte der Missverständnisse und des Scheiterns und ein spannender, nachdenklicher Roman.
Einiges zu Olympos, Endymion und Insektenbergsteigern: Die Kurzgeschichtensammlung »Welten und Zeit genug« von Dan Simmons gibt einen Einblick in den Ursprung von Ilium, erinnert an Hyperion und begleitet eine Gottesanbeterin auf den K2. Wir sprechen über alte Bekannte und neue Geschichten.
Aus der Stadt der Helden auf den Berg der Götter – Im Roman »Olympos« erzählt Dan Simmons das Epos aus »Ilium« weiter. Götter, Menschen und Maschinen im Überlebenskampf, eine schlichte Räuberpistole oder Breitwand-Literatur? Wir gucken in ein schwarzes Loch und hinter die Kulissen der abendländischen Literaturgeschichte