Schriftsonar – Der SciFi Podcast

By Light Alone - Adam RobertsPubertät ist die Hölle: Richard Calder liefert in seinem Debüt-Roman Tote Mädchen eine plausible Erklärung für stressige 14jährige Gothic-Girls: Quantenmechanik in der Gebärmutter. Wir reden über die gepfählten Frauen des New Gothic, Kitsch und absinthfarbene Augen. [00:00]

Ohne Licht keine Dunkelheit: Wie entwickelt sich eine Gesellschaft, wenn das Licht versiegt? Sie vergisst, was Dunkelheit ist. Auf dieser faszinierenden Prämisse beruht der Roman Dunkles Universum von Daniel F. Galouye. Ein weitgehend vergessenes, bemerkenswertes Buch über eine Reise von der Dunkelheit ins Licht. [13:40]

Haben und nichts haben: In seinem Roman By Light Alone entwirft Adam Roberts ein erschreckendes Szenario. Eine zerrissene, leidende Welt aus emotional gestörten Superreichen und dahinvegetierenden Armen, die im realen Sinne nicht mehr Wert sind als Pflanzen. Eine bewegende Geschichte über Menschen am Rande ihrer inneren Abgründe und ein ungewöhnlich guter und wichtiger SF Roman. [24:20]

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Richard Calder, Tote Mädchen (Suhrkamp 2012 – 242 Seiten), Übersetzung: Hannes Riffel, Originaltitel: Dead Girls (1992)

Daniel F. Galouye, Dunkles Universum (Ullstein Science Fiction 1984 – 190 Seiten), Übersetzung: Joachim Pente, Originaltitel: Dark Universe (1961)

Adam Roberts, By Light Alone (Gollancz 2011 – 406 Seiten)

Die Musik zur Sendung
Monokle & Galun – In Frame – [12rec.062]

auch interessant:
Adam Roberts, Sternensturm (Polystom) in Schriftsonar #31
Adam Roberts, Sternennebel (Salt) in Schriftsonar #28
Adam Roberts, Sternenstaub (Stone) in Schriftsonar #25



Ian McDonald - River Of GodsMächtige Klunker: Anne Bischop präsentiert in Ihrer Trilogie »Die schwarzen Juwelen« eine trashige und unterhaltsame Mischung aus Höllenwesen, Hexen und einer magisch Pubertierenden. Fantasy, Horror, Sado-Maso und eine Menge Witz in einem sympathisch absurden Fantasy-Werk. [00:00]

The sky is no limit: In »Sternensturm« erschafft Adam Roberts ein Universum aus Luft. Wir fühlen uns an Jules Verne erinnert und begleiten unsympathische Hauptpersonen durch eine Welt viktorianischer Repression. Ein literarisch anspruchsvoller Roman über charakterliche und physikalische Brüche. Wir müssen dennoch die Frage nach der Spannung stellen und leiden an Titelverwirrung. [14:25]

Auf dem Fluss der Götter: Der Roman »River Of Gods« von Ian McDonald entwirft ein facettenreiches Panorama des indischen Subkontinents auf dem Weg in die Zukunft. In einem Gewebe aus unzähligen Personen, Handlungsfäden und Ideen entsteht eine faszinierende soziologische Momentaufnahme. Wir folgen dem Ganges auf den Spuren John Brunners. [25:20]

Bau’ dir ein Haus aus den Knochen des Krieges: In der Sammlung »Andere Himmel« schickt uns China Miéville auf eine Reise durch surreale Welten. In der Konzentration der Kurzgeschichte zeigt sich Miéville ohne überflüssigen Zierrat. Geschichten mit einer düsteren Intensität. Wir sprechen über Spuk bei Ikea und den Horror des Krieges. [37:20]

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Anne Bischop, Dunkelheit (Heyne 2005 – 500 Seiten) ISBN: 978-3453530164 Originaltitel: Daughter of the Blood (1998), Dämmerung (Heyne 2005 – 175 Seiten) ISBN: 978-3453530638 Originaltitel: Heir to the Shadows (1999), Schatten (Heyne 2006 – 574 Seiten) ISBN: 978-3453530454 Originaltitel: Queen of the Darkness (2000) Übersetzung: Ute Brammertz

Adam Roberts, Sternensturm (Heyne 2007 – 447 Seiten) Übersetzung: Usch Kiausch ISBN: 978-3-453-52290-9 Originaltitel: Polystom (2003)

Ian Mc Donald, River Of Gods (Pocket Books, new ed. 2005 – 583 Seiten) ISBN: 978-0743404006

China Miéville, Andere Himmel (Bastei Lübbe 2007 – 347 Seiten) Übersetzung: Eva Bauche-Eppers ISBN: 978-3-404-24361-7 Originaltitel: Looking for Jake (2005)

Summer of NightKampf der Kulturen: Können die Unterschiede zwischen zwei Völkern so groß sein, dass eine friedliche Kooperation unmöglich ist? In seinem Romandebüt »Sternennebel« beschreibt Adam Roberts den Überlebenskampf zweier Siedlerkolonien, die sich kaum fremder sein könnten. Eine Geschichte der Missverständnisse und des Scheiterns und ein spannender, nachdenklicher Roman.

Stadtluft macht abgründig: In seinen Erzählungen aus »Punktown« zeigt uns Jeffrey Thomas das Leben und Sterben in einer außerirdischen Stadt. Wir sprechen über bizarre Geschichten mit Moral und erfahren einiges über die Schwierigkeiten religiöser Toleranz. [12:30]

Der wahre Horror: Dan Simmons gibt uns das Gruseln zurück. In »Sommer der Nacht« steckt alles, was einen großen Roman ausmacht. Wir sind begeistert von einem spannenden Trip durch heiße Sommernächte und enttäuscht von einem lauen Winter. [22:50]

Du hast Jesus Christus an das Kreuz genagelt: Michael Moorcock begleitet den Sinnsucher Karl Glogauer auf einer verstörenden Reise in die Vergangenheit der Christenheit. Mit »I.N.R.I. oder Die Reise mit der Zeitmaschine« liegt ein wichtiger Roman der SF-Geschichte endlich wieder in deutsch vor. [35:25]

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Adam Roberts, Sternennebel (Heyne 2006 – 415 Seiten) Übersetzung: Alfons Winkelmann ISBN: 3-453-52044-0 Originaltitel: Salt (2000)

Jeffrey Thomas, Punktown. Geschichten einer Stadt (Festa 2006 – 331 Seiten) Übersetzung: Andreas Diesel ISBN: 3-86552-054-5 Originaltitel: Punktown (2000)

Dan Simmons, Sommer der Nacht (Heyne 2006 – 797 Seiten) Übersetzung: Joachim Körber ISBN: 3-453-56505-3 Originaltitel: Summer Of Night (1991)

Michael Moorcock, I.N.R.I. – oder die Reise mit der Zeitmaschine (Piper 2007 – 191 Seiten) Übersetzung: Jürgen Langowski ISBN: 978-3-492-28618-3 Originaltitel: Behold the Man (1969)

Musik zur Sendung: unhappy anniversary v.2 – Various Artists, erschienen bei www.unfoundsoundrecords.com (unfound25)

SternenstaubEiniges zu Olympos, Endymion und Insektenbergsteigern: Die Kurzgeschichtensammlung »Welten und Zeit genug« von Dan Simmons gibt einen Einblick in den Ursprung von Ilium, erinnert an Hyperion und begleitet eine Gottesanbeterin auf den K2. Wir sprechen über alte Bekannte und neue Geschichten.

Die Bahn fährt geradeaus, das Buch nicht: Geoff Ryman beschreibt in »253« die Gedanken und Schicksale von 253 Passagieren in sieben U-Bahn-Waggons auf dem Weg in die Katastrophe. Die Erzählung ist als Hypertextroman konzipert, wir betrachten sie in der gedruckten Fassung. Nur eine Fingerübung oder lesenswerte Charakterminiaturen?

Briefe an einen Stein: Adam Roberts gelingt in seinem Roman »Sternenstaub« der Glücksfall einer äußerst unterhaltsamen und zugleich ungewöhnlichen Space Opera. Der britische Autor präsentiert einen kreativen Cocktail aus Nanopartikeln, krimineller Energie und trockenem Humor.

Lass überschreiben, lass überbrücken: Die Erde als Marionettentheater, den Kopf voller Meme und Wassersucher auf dem Mars. Dies und anderes aus dem Roman »Der Himmel, so weit und schwarz« von John Barnes. Als Bonus die endgültige Analyse unseres Bildungssystems.

Download: Schriftsonar 25 – Teil 1 / Schriftsonar 25 – Teil 2

Musik zur Sendung: Breitbandkater – Die Nacht ist nicht allein, erschienen bei www.derkleinegruenewuerfel.de (wuerfel01)

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