Schriftsonar – Der SciFi Podcast

Dass sich die phantastische Buchlandschaft in den letzten 30 Jahren grundlegend geändert hat, ist keine besonders originelle Feststellung. Jeder, der sich regelmäßig in den entsprechenden Ecken der Buchläden rumtrieb, konnte die Umschichtung der Genres und Themen mitverfolgen.

Vor allem natürlich in Richtung Fantasy, welche mittlerweile nach meinem Augenschein bis zu 70 Prozent des Angebots ausmacht.

Trotzdem finde ich es lustig, in alten Veröffentlichungen und Anthologien den mittlerweile exorzierten Zeitgeist früherer Tage zu spüren. So zum Beispiel in einem kleinen Vorwort aus dem Jahre 1980 im Heyne Science Fiction Jahresband. Zur Kurzgeschichte Weggefährten von Tanith Lee steht dort:

Tanith Lees Stärke ist die Fantasy, das Randgebiet der Science Fiction, in dem das Science durch Sorcery (Zauberei) ersetzt ist und die Welt der Schwertkämpfer seit Robert E. Howards Conan fröhliche (und blutige) Urständ feiert. Auch dieses Subgenre der SF hat seine Reize und immer mehr Liebhaber, die sich von dem technischen (und oft pseudotechnischen) Brimborium der “Hardware”-Science Fiction eher abgestoßen fühlen.

Ja, so war das mal in der Zeit, vor dem Aufkommen der “Science Fiction”, des Randgebiets der Fantasy, in dem sich immer weniger Liebhaber tummeln, die sich von dem magischen (und oft pseudomittelalterlichen) Brimborium eher abgestoßen fühlen.

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