Ein Drogenrausch? Brilliante Buchkunst? Eine ungewöhnlich produktive Form von Autismus? Ein genialer Versuch die Nachwelt zu foppen? Oder schlicht die Wahrheit?
Das Buch(?) ist aus den 70er Jahren, weit vor Jeff VanderMeer und anderen Streitern des New Weird. Die rund 360 Seiten lassen einen verwundert, bezaubert und gegebenenfalls sprachlos zurück.
Wie klingt die Erde, wenn sie zerstört? Der New Yorker Klangkünstler Micah Frank macht die Schwingungen des gewaltigen japanischen Bebens hörbar.
Aus einem sanften Rauschen erhebt sich ein pulsierender Klangteppich bis zu einem dissonanten Kreischen. Es ist nur eine Klangkonstruktion und doch scheint es uns, als höre man in das Herz der Katastrophe. Unheimlich.
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Das Erdbeben von Japan ist für uns vor allem eine Bilderflut voller Schock, Anteilnahme und einer verstörend düsteren Sensation. Das ZDF kam für einen kurzen Moment auf die geschmacklose Idee, die bewegendsten Bilder mit einem gefühlig depressiven Soundtrack zu untermalen, eine Art tönende Wochenschau des Leids.
Doch wenn es überhaupt einen angemessenen Soundtrack geben kann, der das Leid der Opfer nicht verhöhnt, dann nur durch die Natur selbst. Micah Frank spürt seit 2009 mit seinen tektonischen Installationen Schwingungsmustern nach, die durch Erdbeben rund um die Welt entstehen, und transformiert sie in Klang.
So, und jetzt schreibe ich meine Geschichte. Titel und Exposé lauten:
The Steamblades
In a dystopian Aztec empire a young student of metaphysics stumbles across a crazy old man which spurs him into conflict with a profit-obsessed coporation with the help of a leather-clad female in shades and her closet full of assault rifles, culminating in a philosophical argument punctuated by violence.
Die Bücher des britischen Traditionsverlags Penguin stehen nicht nur für ein Stück Science Fiction Geschichte, sondern auch für eine beeindruckende Qualität im Cover-Design. Dieser Verbindung von moderner Kunst und Science Fiction widmet sich die hervorragende Website The Art Of Penguin Science Fiction. Eine Fundgrube für die Fans klassicher SF und die Liebhaber schöner Gestaltung.
Die Seite zeigt einen Überblick der Coverentwicklung von 1935 bis Heute. Die einzelnen gestalterischen Perioden werden erläutert, typografische Entwicklungen aufgezeigt. Ein Streifzug durch Zeitgeist, SF und Designgeschichte.
Solch tolle Websites sind wahre Zeitlöcher für mich, denn ich könnte klicken und klicken und klicken und klicken …
Soylent Green, Fahrenheit 451, Spice, die Elois und Westworld … Zukunftsideen mit einem ziemlich schlechten Image. Das muss nicht sein: Der Autor und Journalist Mark A. Rayner veranstaltet den wunderbaren Posterwettbewerb »Vintage Ads of Fictional Futures«.
Dieser Wettbewerb wurde schon zweimal veranstaltet und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Eine sehr witzige Idee.
Ich möchte in Zukunft ab und zu mal die visuelle Seite von SF-Romanen und Magazinen würdigen. Ich liebe Buchcover und Illustrationen aus dem phantastischen Umfeld. Da gibt es viel Mist, aber auch viel sehenswertes.
Ein besonders schönes Blog, das sich mit diesem Thema beschäftigt und das ich regelmäßig anklicke ist Sci-Fi-O-Rama.
Da die Website selbst von einem Designer und Illustrator betrieben wird (Kieran Kelly) geht es weniger um die Cover bestimmter Bücher, es steht vor allem der Künstler im Mittelpunkt.